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Blumenthal, W. Michael

W. Michael Blumenthal ist der Direktor des Jüdischen Museums Berlin. Er wurde am 3. Januar 1926 in Oranienburg bei Berlin geboren. 1939 mussten die Blumenthals als jüdische Familie vor der Verfolgung im nationalsozialistischen Deutschland nach Schanghai fliehen. Die chinesische Hafenstadt Schanghai war zu diesem Zeitpunkt ein wichtiges Fluchtziel, weil andere, oftmals begehrtere Exilländer wie die USA, Großbritannien oder das zu diesem Zeitpunkt unter britischer Verwaltung befindliche Palästina (das heutige Israel) immer strengere Bedingungen an eine Einreise knüpften.

Nach Kriegsende 1947 wanderte die W. Michael Blumenthal in die USA ein und wurde 1952 amerikanischer Staatsbürger. Er arbeitete als Wirtschaftsprofessor, Autor und Manager verschiedener Unternehmen und amtierte 1977 bis 1979 unter US-Präsident Jimmy Carter (Demokratische Partei) als Finanzminister.

1997 wurde er auf Einladung der Stadt Berlin zum Direktor des Jüdischen Museums Berlin. In dieser Rolle setzte er sich maßgeblich dafür ein, dass das Jüdische Museum Berlin nicht nur die Geschichte der Berliner Juden erzählt, sondern sich mit der deutsch-jüdischen Geschichte insgesamt beschäftigt. Besonderen Wert legt W. Michael Blumenthal darauf, junge Menschen zu erreichen, ihr Interesse an deutsch-jüdischer Geschichte zu wecken und so ihre Fähigkeit zu vorurteilsfreiem Denken zu stärken.

Im Learning Center des Jüdischen Museums Berlin erzählt die multimediale Geschichte »Exil in Schanghai« auch von den Erinnerungen Michael Blumenthals an Schanghai.

Michael Blumenthal
W. Michael Blumenthal anlässlich der Einweihung der Sackler-Treppe im Jüdischen Museum Berlin
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Sönke Tollkühn
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