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Mendelssohn, Moses

Moses Mendelssohn war ein Philosoph des 18. Jahrhunderts, der sich um die rechtliche Gleichstellung der Juden bemüht hat. Er wurde am 6. September 1729 in Dessau geboren wurde und starb 1786 in Berlin. Mendelssohn hat sich schon als junger Mensch mit den religiösen Schriften des Judentums beschäftigt. Ihm war es wichtig, dass Juden die gleichen Rechte hatten wie ihre christlichen Mitmenschen, ohne dass sie dafür aber ihre religiösen Überzeugungen aufgeben mussten - was viele der Zeitgenossen aber als Voraussetzung ansahen, damit Juden gleichberechtigt unter ihnen leben konnten.

Warum war es nicht selbstverständlich, dass Juden die gleichen Rechte hatten wie alle anderen? Im 18. Jahrhundert galt für viele Juden z.B. in den verschiedenen deutschen Ländern ein rechtlicher Sonderstatus, sie hatten nicht ohne weiteres die gleichen Rechte wie die restliche Bevölkerung. Diese Einschränkungen konnten z. B. die Ausübung des Berufes betreffen oder ihr Recht, den Wohnort zu wählen.

Moses Mendelssohn war eine wichtige Figur der jüdischen Aufklärung, der Haskala. Diesen Aufklärern war wichtig, klarzustellen, dass sich jüdische Tradition und moderne Kultur miteinander vereinbaren lassen und dass Juden die gleichen Rechte wie Christen zustehen, ohne dass sie dafür ihre Religion aufgeben müssen.

... und was gibt's noch?

Statue und Gemälde

Moses Mendelssohn oder Nathan der Weise? Führung zur jüdischen Aufklärung

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Museum

Ein Museum sammelt Dinge, forscht zu ihnen (wem haben sie gehört, wofür wurden sie benutzt etc.) und zeigt sie seinen Besuchern. Es gibt Museen, die Kunst sammeln und ausstellen, Museen, die technische Dinge erklären und sammeln, z.B. auch alte Computer, die niemand mehr benutzt. Historische Museen, zu denen das Jüdische Museum Berlin gehört, sammeln Dinge aus der Vergangenheit.

Im Jüdischen Museum Berlin wird einerseits Kunst gesammelt, z.B. Werke von deutsch-jüdischen Künstlern und Fotografen, die das Leben der deutschen Juden zu verschiedenen Zeiten veranschaulichen. Es werden aber auch Gegenstände gesammelt, die mit der jüdischen Religion zu tun haben. Und es werden Erinnerungen, Aufzeichnungen, Fotos oder andere Dokumente von jüdischen Familien aus Deutschland gesammelt.

Anhand dieser Dinge kann man versuchen zu zeigen, wie jüdische Familien in Deutschland und außerhalb gelebt haben. Dazu entwickeln Museen Ausstellungen, in denen diese Objekte gezeigt werden und von den Museumsmitarbeitern erklärt wird, wie sie diese Objekte verstehen und was man über diese Dinge herausfinden kann.

Zusätzlich zu Ausstellungen machen Museen auch Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen. Sie entwickeln Medienanwendungen und Websites, so wie diese hier, laden Menschen ein, auch im Gespräch mehr über verschiedene Themen zu erfahren. Wenn du dich auf dieser Website umguckst, kannst du sehen, welche Aktivitäten ein Museum anbietet.

Kind mit Lupe
Im Museum kann es sich lohnen, ganz genau hinzuschauen ...
© Jüdisches Museum Berlin