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Das Bild zeigt einen Schulklassenraum mit elf Schülerinnen und Schülern, die in einem Halbkreis angeordnet an ihren Pulten sitzen.

Klasse der Erziehungsanstalt, ca. 1930, Schenkung von Dagmar Drovs; Jüdisches Museum Berlin 

Sally Bein und seine Kinder: Die Israelitische Erziehungsanstalt in Beelitz

Podiumsdiskussion und Filmvorführung (mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache, DGS)

Im Oktober 1908 eröffnete die Israelitische Erziehungsanstalt für geistig zurückgebliebene Kinder im brandenburgischen Beelitz. Die vom jüdischen Gemeindebund in Berlin und der Bnai Brith Loge initiierte Einrichtung bot Kindern mit Behinderung im Alter von sechs bis vierzehn Jahren eine zehnklassige Ausbildung. 

Die Veranstaltung wurde kurzfristig abgesagt!

Übersichtsplan mit allen Gebäuden, die zum Jüdischen Museum Berlin gehören. Die W. M. Blumenthal Akademie ist grün markiert

Wo

W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium
Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)

Sally Bein, 1881 in Inowraclaw in der Provinz Posen geboren, war Leiter des Heims. Obwohl der studierte Volksschullehrer und Lehrer für gehörlose Menschen die Möglichkeit hatte, Deutschland in den späten 1930er-Jahren zu verlassen, entschied er sich, bei den Kindern in Beelitz zu bleiben. Im Juni 1942 wurde er mit seiner Frau, seiner jüngeren Tochter sowie den noch an der Anstalt verbliebenen Kindern und Lehrkräften nach Sobibor deportiert und ermordet. 

Das einzig bislang bekannte fotografische Zeugnis der Israelitischen Erziehungsanstalt ist ein Fotoalbum des Lehrers Arthur Feiner, der von 1930 bis 1933 dort tätig war und dem 1940 die Flucht nach Schanghai gelang. 

Dieses Album wurde vor kurzem dem Jüdischen Museum Berlin als Schenkung übergeben. Aus diesem Anlass lädt Aubrey Pomerance, Leiter des JMB-Archiv, zum Gespräch ein über Sally Bein, Arthur Feiner, die Israelitische Erziehungsanstalt und die jüdische Heilspädagogik in Deutschland. Im Anschluss wird der Film Die Kinder von Sally Bein (Regie: Dan Wolman) gezeigt.

Sally Bein, ca. 1930, Schenkung von Dagmar Drovs; Jüdisches Museum Berlin 

Podiumsgäste:

  • Dagmar Drovs, Stifterin des Albums, Autorin zur Heilpädagogik im deutschen Judentum
  • Ronny Dotan und Tatjana Ruge, Forscher*innen und Autor*innen zur Geschichte der Israelitischen Erziehungsanstalt
  • Sieglind Ellger-Rüttgart, Prof. em. für Allgemeine Rehabilitationspädagogik
  • Dan Wolman, Regisseur von Die Kinder von Sally Bein

Die Veranstaltung wird in Deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt.

Mit freundlicher Unterstützung der Berliner Sparkasse. 

Informationen in Einfacher Sprache

Vor mehr als 100 Jahren eröffnete in Beelitz in Brandenburg eine Israelitische Erziehungs-Anstalt.  
Israelitisch ist ein altes Wort für jüdisch.  
In einer Erziehungs-Anstalt leben Kinder und Jugendliche. 
In der Erziehungs-Anstalt in Beelitz lebten Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahre. 
Die Kinder hatten Lernschwierigkeiten. 
Die Kinder bekamen dort mehr Hilfe beim Lernen.  

Sally Bein leitete die Erziehungs-Anstalt.  
Er war Volksschul-Lehrer und Lehrer für gehörlose Menschen. 
Sally Bein wurde 1881 in Inowraclaw in der Provinz Posen geboren.  
Posen liegt heute in Polen.  
Damals gehörte Posen zu Deutschland.

Sally Bein war Jude. 
Er war in der Nazi-Zeit in Lebensgefahr.  
Er floh aber nicht.  
Er blieb bei den Kindern in der Erziehungs-Anstalt. 

Im 2. Weltkrieg deportierten die Nazis alle Menschen aus der Erziehungs-Anstalt in das Vernichtungs-Lager Sobibor.  
Sobibor ist ein Ort in Polen.  
Das schwere Wort deportieren heißt:  
Einen Menschen wegbringen, obwohl er das nicht möchte.  
In dem Vernichtungs-Lager ermordeten die Nazis alle. 
Auch Sally Bein, seine Frau und seine Tochter wurden ermordet.  

Es gibt nur 1 Fotoalbum mit Bildern der Erziehungs-Anstalt.  
Es gehörte Arthur Feiner.  
Arthur Feiner war Lehrer an der Erziehungs-Anstalt.  
Er floh im 2. Weltkrieg nach Schanghai.  
Schanghai liegt in China.  
Das Fotoalbum gehört jetzt dem Jüdischen Museum Berlin.  

In der Veranstaltung reden vier Menschen über das Fotoalbum, über die Erziehungs-Anstalt und alle Menschen dort. 

Die Gäste sind:  

  • Dagmar Drovs 
    Sie hat dem Museum das Foto-Album geschenkt. 
    Und sie hat Bücher über Heil-Pädagogik im deutschen Judentum geschrieben.
  • Ronny Dotan und Tatjana Ruge
    Sie erforschen die Geschichte der Israelitischen Erziehungs-Anstalt 
    und schreiben Bücher darüber.
  • Sieglind Ellger-Rüttgart  
    Er war Professor für Allgemeine Rehabilitations-Pädagogik.
  • Dan Wolman 
    Er hat den Film „Die Kinder von Sally Bein“ gemacht.

Danach können Sie im Museum den Film „Die Kinder von Sally Bein“ anschauen.  

Die Veranstaltung wird in Deutsche Gebärden-Sprache (DGS) übersetzt.

 

Was, wann, wo?

  • Wann16. Feb 2026, 19 Uhr – Die Veranstaltung fällt aus. Ein neuer Termin wird zeitnah bekannt gegeben.
  • Dauer90 Minuten
  • Wo W. M. Blumenthal Akademie,
    Klaus Mangold Auditorium
    Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1, 10969 Berlin (gegenüber dem Museum)
    Zum Lageplan
  • Eintritt

    frei

  • Hinweis Die Veranstaltung „Sally Bein und seine Kinder“ am 16.2. in der W. Michael Blumenthal Akademie des Jüdischen Museums Berlin muss wegen Krankheit verschoben werden. Ein neuer Termin wird zeitnah angekündigt. Bereits gebuchte Tickets verlieren ihre Gültigkeit

    Sprache Deutsch

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